Botox gegen Falten

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Eine der bekanntesten Schönheitsinjektionen ist das injizieren von Botox in die Haut, um Falten zu vermindern. Botox ist die Abkürzung für Botulinumtoxin, ein Nervengift. Durch das Injizieren dieser Substanz in die Muskulatur wird diese gelähmt und vermeidet die Bildung von Falten. Besonders die Krähenfüßchen um die Augen, krause Stirnfalten, wütende Zornesfalten über der Nase oder die Fältchen, die sich beim Lachen um die Mundwinkel bilden, geraten ins Visier dieser Behandlung. Botox wird an diesen Stellen unter die Haut injiziert und nach einigen Tagen verschwinden die Falten.

Dennoch handelt es sich um ein Gift, so dass vorsichtig damit umgegangen werden muss. Das Botulinumtoxin wird vom Bakterium Clostridium botulinum gebildet. Dieses Bakterium findet sich hauptsächlich in altem, vergammelndem Fleisch. Auch in schlecht konservierten Produkten vermehrt es sich gut. Schon in sehr geringen Dosen wirkt es giftig. Wer von verdorbener Wurst isst, kann sogar daran sterben. Durch die Herstellung mit Zellkulturen und in sehr hohen Verdünnungen wird dieses Gift für die Schönheit eingesetzt.

Botox und die Wirkung auf Gesichtsfalten

Für unsere Mimik sind zahlreiche Muskeln unter der Haut verantwortlich. Durch das Zusammenspiel der Muskulatur mit der Gesichtshaut zeigen wir Freude, Trauer oder Wut. Durch die feste Verbindung zwischen Haut und Muskulatur entstehen auch die Falten und manche graben sich sprichwörtlich ins Gesicht ein. Selbst wenn die Muskulatur entspannt, sind diese Falten vorhanden und geben dem Gesicht einen Ausdruck, welcher nicht immer gewollt ist. Mit Botox kann dies verhindert werden. Das Nervengift wird direkt in die Muskulatur gespritzt. Es blockiert die Signalübertragung zwischen den Muskeln und den Nerven, indem die Ausschüttung des Botenstoffes Acetylcholin blockiert wird. Die quergestreifte Muskulatur wird dadurch gelähmt. Diese Muskellähmung hält bis zu sechs Monate an. Es ist nicht mehr möglich, diesen Muskel anzuspannen – eine Faltenbildung bleibt dadurch aus. Bei einer Wiederholung dieser Schönheitsinjektion kann die Wirkung sogar bis zu zwei Jahre anhalten. Trotz der Lähmung soll auch weiterhin eine Mimik mit Ausdruck möglich sein.

Weitere Wirkungen von Botox

Die Behandlung mit Botox kann beliebig oft wiederholt werden. Es kommt zu keiner Anreicherung des Giftes im Körper. Lokal bauen Enzyme diesen Stoff ab. Es kann gelegentlich passieren, dass nach einer Injektion um die Augen herum das Augenlid ein oder die Braue ein wenig absinkt. Dies sollte sich aber zügig wiedergeben.
Doch nicht nur bei der Behandlung von Falten wirkt Botox sehr positiv. Auch in anderen medizinischen Bereichen findet es Anwendung. So zeigte es wirksame Ergebnisse bei der Behandlung von Migräne sowie bei Parkinson. Botox unter die Achseln injiziert, ist eine wirksame Behandlung gegen übermäßiges Schwitzen. Auch in die Fußsohlen oder Handflächen gespritzt, kann eine starke Schweißproduktion gehemmt werden. Diese Injektionen sind jedoch an den empfindlichen Stellen schmerzhaft. Auch bei starken Muskelverspannungen bis hin zu Muskelverkrampfungen kann das Nervengift zum Einsatz kommen, um zu einer Entspannung der Muskulatur zu führen.

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