Fettleber – die unerkannte Volkskrankheit

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Dass eine Leber durch übermäßigen Alkoholkonsum geschädigt werden kann, ist vielen bekannt. Aber noch viel gefährlicher ist eine sogenannte Fettleber. Sehr viele Menschen leiden unter einer Fettleber, welche auf lange Sicht hin Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch Diabetes begünstigen kann. Von einer sogenannten Fettleber wird gesprochen, wenn eine vermehrte Fettablagerung nachgewiesen werden kann und der Fettanteil des Organs über fünf Prozent liegt. Dabei sollten wir sehr sorgsam mit der Leber umgehen, ist sie doch die Zentrale des Stoffwechsels. In der Leber wird nicht nur die Verdauung gesteuert, Hormone produziert und gespeichert. Sie baut ebenfalls Alkohol, Medikamente und andere Giftstoffe im Körper ab. All diese Funktionen werden jedoch gestört oder eingeschränkt, wenn die Leber verfettet ist.

Risiken und Folgen einer Fettleber

Auch durch hohen Alkoholkonsum kann eine Fettleber entstehen. Doch eine Fettleber, welche nicht auf Alkohol zurückzuführen ist, zählt inzwischen mit zu den Volkskrankheiten und ist weiter auf dem Vormarsch. Rund jeder fünfte Deutsche leidet unter einer nicht-alkoholindizierten Fettleber, oft auch unerkannt. Experten gehen sogar von drei bis elf Prozent betroffener Kinder aus, welche fettleibig sind. Die Fettleber entsteht durch zu viel Zucker und Fett in der Nahrung. Diese hohen Mengen kann der Körper nicht richtig verstoffwechseln, weshalb die Leber diese dann speichert. Die übermäßigen Fettablagerungen bleiben jedoch lange Zeit unerkannt. Eine Fettleber und damit ein gestörter Stoffwechsel erhöhen die Anfälligkeit für Typ-2-Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch kann sich eine Fettleber entzünden und zu einer Leberfibrose, also einer Vernarbung der Leber, führen. Durch die Fetteinlagerungen wird die Leber größer und auch schwerer. Der Betroffene leidet unter Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Völlegefühl bis hin zu einem Druck im Oberbauch. Ärzte erkennen oft nur zufällig eine Fettleber, wenn sie einen Ultraschall vom Bauch machen aufgrund von Beschwerden. Die Fettleber ist zu erkennen durch eine sehr helle Färbung. Um ganz sicher zu sein, wird der Arzt eine Biopsie machen und eine Gewebeprobe der Leber genauer untersuchen.

Wie umgehen mit einer Fettleber?

Hat der Arzt eine Fettleber diagnostiziert, ist ein weiter so nicht mehr möglich, um nicht eine Leber-Zirrhose zu riskieren, die im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Eine Umstellung des bisherigen Lebenswandels ist absolut angeraten. Dazu zählt eine gesunde Ernährung ohne Zucker und Fette sowie ausreichend Bewegung, welche den Stoffwechsel ankurbelt. Dadurch alleine kommt es zu einer Gewichtsreduktion und die Leber speckt mit ab. Statt schnell-wirkender Kohlenhydrate wie in Weizenmehrprodukten sollte auf eine ballaststoffreiche Ernährung geachtet werden. Extreme Diäten sollten vermieden werden, da diese eine Belastung der Leber darstellen, anstatt sie sanft zu unterstützen. Vielmehr geht es um eine langfristige Umstellung der Lebensgewohnheiten. Beim rechtzeitigen Erkennen der Fettleber gelingt es durch eine Umstellung der Gewohnheiten, dass sich die Leber wieder vollständig regeneriert.

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